Depression durch Überbelastung

Die Belastungen, denen sich die meisten von uns gegenübersehen übersteigen in vielen Fällen das, was wir verkraften können. Die beruflichen und privaten Anforderungen an uns zählen genauso dazu, wie unser Streben nach Perfektion. Meist merken wir erst ziemlich spät, dass wir mit unseren Kräften falsch gehaushaltet haben. Nämlich meistens erst dann, wenn es ohne Hilfe kaum noch geht.  Wie kommt es zu Überbelastung im Job oder im Privatleben? Wie schwer ist es, die Zeichen zu erkennen? Und was, wenn eine Belastungsdepression droht?

Depression: Häufig immer noch ein Tabuthema, aber da ein stetiger Zuwachs von psychischen Erkrankungen zu verzeichnen ist, wird deutlich, dass die Krankheit längst zu unserem Alltag gehört. Dass eine Depression aber nicht gleich eine Depression ist, dürfte allen klar sein. Dass eine Depression gut behandelbar und kein Stigmata ist, ist jedoch kaum einem klar. Viele Arbeitnehmer haben solche Angst vor der Diagnose „Depression“, dass sie lieber erst gar nicht zum Arzt gehen, anstatt etwas gegen diese wirklich ersthafte Erkrankung zu unternehmen.

Gründe für eine Belastungsdepression gibt es viele

Es sind nicht immer Sie für alles verantwortlich. Manche Dinge prasseln einfach auf uns herab, ohne, dass wir darum gebeten haben. Die häufig beim Burnout mitverantwortlichen Ursachen, wie die ständige Erreichbarkeit, ein unsicheres Beschäftigungsverhältnis oder der nicht erkennbare Sinn der Tätigkeit, müssen nicht zwingend den Ausschlag für eine Überbelastung geben.

Bei einer Belastungsdepression geht der Anstoß nicht von uns selber aus, sondern wird von externen Faktoren ausgelöst. Menschen, deren Selbstbewusstsein eher gering ist, gelten als besonders gefährdete Gruppe. Ebenso Personen, die zu Schuldgefühlen neigen oder nach Anerkennung suchen. Die Symptome und Ursachen, wie hier in dem Artikel auf Paradisi.de übersichtlich zusammengefasst, können, ähnlich wie bei einem Burnout, von tiefgreifender Verzweiflung bis hin zur Hoffnungslosigkeit reichen. Wenn eine Person betroffen ist, fühlt sie sich meist hilflos, niedergeschlagen oder wirkt teilnahmslos. Der von Medizinern verwendete Begriff einer depressiven Reaktion auf eine von außen auf uns einwirkende Gegebenheit lautet „reaktive Depression“.

Als bekannte Auslöser von reaktiven Depressionen sind unter anderem der Verlust eines Familienangehörigen oder enger Freunde, starke Kränkungen, soziale Notsituation(en), physische und psychische Gewalt und traumatische Erlebnisse zu nennen.

Mit dem Arbeitgeber sprechen?

Die reaktive Depression bezeichnet einen depressiven Zustand, der durch ein schmerzliches Erlebnis hervorgerufen wurde. Ganz klar, dass die Konzentrationsfähigkeit, Motivation und die Aufmerksamkeit darunter leiden und in einigen Fällen die Arbeit nicht mehr so gewissenhaft wie sonst erledigt werden kann. Damit Ihr Berufsleben möglichst wenig in Mitleidenschaft gezogen wird, sollte daher bereits bei einem ersten Verdacht Hilfe in Anspruch genommen werden. Arbeitnehmer, die mit Schicksalsschlägen zu kämpfen haben, können auch das Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen. Viele Arbeitgeber reagieren verständnisvoll und haben natürlich auch ein Interesse daran, dass sie baldmöglichst wieder voll einsatzfähig sind. Da bis zur Genesung beispielsweise Aufgaben umverteilt und zusätzliche Überbelastungen durch den Job ausgeschlossen werden könnten, kann ein Gespräch über Ihre Depression, auch mit dem Arbeitgeber, befreiend wirken und zur schnelleren Besserung der Krankheit beitragen.

Was können Sie dagegen tun?

Eine reaktive Depression ist bei einer frühzeitigen Erkennung in den meisten Fällen gut behandelbar und das Verabreichen von Medikamenten häufig nicht unbedingt notwendig. Erkrankte Personen sollten erstmal ausführlich mit ihrem Hausarzt oder einem Psychotherapeuten sprechen, um das Geschehene verarbeiten zu können. Auch Freunde und Familie können unterstützend bei der Verarbeitung des Erlebten auf Sie einwirken.

Wenn ich Ihnen mit diesem Beitrag einen Anstoß geben konnte, mehr auf die eigene innere Stimme und die Gesundheit Ihrer Mitmenschen zu achten, würde ich mich sehr freuen. Gerade unser Privatleben kann unsere Arbeit massiv beeinflussen. Daher kann es sich für uns nur positiv auswirken auf eine gesunde Psyche bei unseren Mitmenschen und bei uns selbst zu achten. Sie trägt einen Großteil zu unserem Wohlbefinden, unseren physischen Fähigkeiten und zu unserer Gesundheit bei – mehr als Sie denken. Sollten Sie bereits Erfahrungen im Umgang mit Überbelastung haben, können Sie mir gerne schreiben.

Bildquelle: © LDprod | shutterstock.com

Die Belastungen, denen sich die meisten von uns gegenübersehen übersteigen in vielen Fällen das, was wir verkraften können. Die beruflichen und privaten Anforderungen an uns zählen genauso dazu, wie unser Streben nach Perfektion. Meist merken wir erst ziemlich spät, dass wir mit unseren Kräften falsch gehaushaltet haben. Nämlich meistens erst dann, wenn es ohne Hilfe kaum noch geht.  Wie kommt es zu Überbelastung im Job oder im Privatleben? Wie schwer ist es, die Zeichen zu erkennen? Und was, wenn eine Belastungsdepression droht?

Depression: Häufig immer noch ein Tabuthema, aber da ein stetiger Zuwachs von psychischen Erkrankungen zu verzeichnen ist, wird deutlich, dass die Krankheit längst zu unserem Alltag gehört. Dass eine Depression aber nicht gleich eine Depression ist, dürfte allen klar sein. Dass eine Depression gut behandelbar und kein Stigmata ist, ist jedoch kaum einem klar. Viele Arbeitnehmer haben solche Angst vor der Diagnose „Depression“, dass sie lieber erst gar nicht zum Arzt gehen, anstatt etwas gegen diese wirklich ersthafte Erkrankung zu unternehmen.

Gründe für eine Belastungsdepression gibt es viele

Es sind nicht immer Sie für alles verantwortlich. Manche Dinge prasseln einfach auf uns herab, ohne, dass wir darum gebeten haben. Die häufig beim Burnout mitverantwortlichen Ursachen, wie die ständige Erreichbarkeit, ein unsicheres Beschäftigungsverhältnis oder der nicht erkennbare Sinn der Tätigkeit, müssen nicht zwingend den Ausschlag für eine Überbelastung geben.

Bei einer Belastungsdepression geht der Anstoß nicht von uns selber aus, sondern wird von externen Faktoren ausgelöst. Menschen, deren Selbstbewusstsein eher gering ist, gelten als besonders gefährdete Gruppe. Ebenso Personen, die zu Schuldgefühlen neigen oder nach Anerkennung suchen. Die Symptome und Ursachen, wie hier in dem Artikel auf Paradisi.de übersichtlich zusammengefasst, können, ähnlich wie bei einem Burnout, von tiefgreifender Verzweiflung bis hin zur Hoffnungslosigkeit reichen. Wenn eine Person betroffen ist, fühlt sie sich meist hilflos, niedergeschlagen oder wirkt teilnahmslos. Der von Medizinern verwendete Begriff einer depressiven Reaktion auf eine von außen auf uns einwirkende Gegebenheit lautet „reaktive Depression“.

Als bekannte Auslöser von reaktiven Depressionen sind unter anderem der Verlust eines Familienangehörigen oder enger Freunde, starke Kränkungen, soziale Notsituation(en), physische und psychische Gewalt und traumatische Erlebnisse zu nennen.

Mit dem Arbeitgeber sprechen?

Die reaktive Depression bezeichnet einen depressiven Zustand, der durch ein schmerzliches Erlebnis hervorgerufen wurde. Ganz klar, dass die Konzentrationsfähigkeit, Motivation und die Aufmerksamkeit darunter leiden und in einigen Fällen die Arbeit nicht mehr so gewissenhaft wie sonst erledigt werden kann. Damit Ihr Berufsleben möglichst wenig in Mitleidenschaft gezogen wird, sollte daher bereits bei einem ersten Verdacht Hilfe in Anspruch genommen werden. Arbeitnehmer, die mit Schicksalsschlägen zu kämpfen haben, können auch das Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen. Viele Arbeitgeber reagieren verständnisvoll und haben natürlich auch ein Interesse daran, dass sie baldmöglichst wieder voll einsatzfähig sind. Da bis zur Genesung beispielsweise Aufgaben umverteilt und zusätzliche Überbelastungen durch den Job ausgeschlossen werden könnten, kann ein Gespräch über Ihre Depression, auch mit dem Arbeitgeber, befreiend wirken und zur schnelleren Besserung der Krankheit beitragen.

Was können Sie dagegen tun?

Eine reaktive Depression ist bei einer frühzeitigen Erkennung in den meisten Fällen gut behandelbar und das Verabreichen von Medikamenten häufig nicht unbedingt notwendig. Erkrankte Personen sollten erstmal ausführlich mit ihrem Hausarzt oder einem Psychotherapeuten sprechen, um das Geschehene verarbeiten zu können. Auch Freunde und Familie können unterstützend bei der Verarbeitung des Erlebten auf Sie einwirken.

Wenn ich Ihnen mit diesem Beitrag einen Anstoß geben konnte, mehr auf die eigene innere Stimme und die Gesundheit Ihrer Mitmenschen zu achten, würde ich mich sehr freuen. Gerade unser Privatleben kann unsere Arbeit massiv beeinflussen. Daher kann es sich für uns nur positiv auswirken auf eine gesunde Psyche bei unseren Mitmenschen und bei uns selbst zu achten. Sie trägt einen Großteil zu unserem Wohlbefinden, unseren physischen Fähigkeiten und zu unserer Gesundheit bei – mehr als Sie denken. Sollten Sie bereits Erfahrungen im Umgang mit Überbelastung haben, können Sie mir gerne schreiben.

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E-Mail: Kontaktformular | Telefon: (02421) 208 6564 | Fax: (02421) 208 6569

2018-08-22T21:12:13+00:00Von |

Über den Autor:

Annett Leisau, Diplom-Sozialpädagogin, vermittelt Unternehmern als Coach und Trainerin fachliche, methodische und soziale Kompetenzen in den Bereichen Konflikt-, Selbst- und Zeitmanagement, Kommunikation und Rhetorik. Als Dozentin informiert sie elementarpädagogische Fachkräfte über Alltagsintegrierte Sprachbildung, Besonderheiten im Mehrspracherwerb und im Bereich Interkultureller Pädagogik.
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