Entspannung versus Stress

Entspannt ist anders: Nachdem sich der letzte Beitrag: Was bewirkt Stress im Körper. mit den Ursachen und den kurz- und langfristigen Wirkungen von Stress beschäftigt hat, soll nun der Frage nachgegangen werden, wie wir bewusst und eigenaktiv aus der Stress-Falle entkommen und unser (Arbeits-)Leben entspannt und dadurch konzentrierter und zielorientierter gestalten können.

Montagmorgen. Sie sind noch kaputt vom Wochenende – endlich hatten Sie mal wieder Zeit für all die sportlichen Aktivitäten, die solange aufgeschoben wurden. Aber nun spüren Sie jeden einzelnen Muskel in sich. Spät ist ist gestern Abend auch geworden – endlich mal wieder ins Theater. Zum Frühstücken blieb keine Zeit und auf der Fahrt zur Arbeit hatten Sie es gerade heute nur mit „Vollpfosten“ und „lahmen Enten“ zu tun. So kamen Sie gerade noch pünktlich zum Beginn der für acht Uhr angesetzten Besprechung, konnten aber keinen Blick mehr in die Unterlagen werfen. Dafür nervt Ihre Assistentin mal wieder mit einer Nachfrage. Ihr Kopf beginnt zu hämmern und ihr Herz rast. RUHE ! ENTSPANNUNG ! – ja, das wäre jetzt das Richtige, aber es ist noch nicht mal ganz neun.

Man sollte sich Entspannung gönnen. Leistungsfähiger und lebhafter werden wir uns nach einer Ruhepause erheben. Seneca

Entspannt : Ein Leben im Gleichgewicht

Wir alle haben grundsätzlich das Potential in uns, all die kleinen und großen Herausforderungen zu bewältigen, die das Leben so mit sich bringt. Allerdings schaffen wir dies um so besser, je ausbalancierter wir unsere Kraft und Energie auf die vier wesentlichen Lebensbereiche verteilen.

  • Körper/Gesundheit
  • Arbeit/Leistung
  • Kontakt/Beziehung
  • Sinn/Kultur

Eine einseitige Konzentration auf einen dieser Lebensbereiche führt häufig zu psychosomatischen Störungen, zu einem subjektiven Stressempfinden mit all den kurz- und langfristigen negativen Wirkungen auf unseren Körper, wie sie im Teil 1 bereits beschrieben wurden.

Was empfinden wir als Stress: Entscheidend für die Einschätzung, was uns stresst, ist allerdings nicht so sehr WAS wir zu tun haben, sondern vielmehr, wie unsere subjektive Einstellung zu dem ist, was wir tun (müssen). Fühlen wir uns wohl, immer im Mittelpunkt zu stehen? Brauchen wir eine fast abgelaufene Deadline, um zur Höchstform aufzulaufen? Können wir den Ärger im Büro und die Kritik von Kollegen oder vom Chef abschütteln, wenn wir nach Hause fahren? – All die Stressoren, die von außen auf uns eindringen, können wir häufig nur in geringem Maße beeinflussen. Aber an unserer inneren Einstellung diesen Stressoren gegenüber können wir aktiv etwas ändern und so den subjektiv empfundenen Stress einerseits abbauen und ihn zweitens nachhaltig verhindern.

Im kommenden Beitrag werden Übungen zur Stresshemmung und zur Entspannung vorgestellt.

Bildquelle Titelbild: © fotohunter | shutterstock.com


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2018-08-22T21:12:14+00:00Von |

Über den Autor:

Annett Leisau, Diplom-Sozialpädagogin, vermittelt Unternehmern als Coach und Trainerin fachliche, methodische und soziale Kompetenzen in den Bereichen Konflikt-, Selbst- und Zeitmanagement, Kommunikation und Rhetorik. Als Dozentin informiert sie elementarpädagogische Fachkräfte über Alltagsintegrierte Sprachbildung, Besonderheiten im Mehrspracherwerb und im Bereich Interkultureller Pädagogik.
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