Versuchs mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit

…und wirf die ganzen Sorgen über Bord. Sicher kennen Sie alle diese Lied von Balu dem Bären aus dem Dschungelbuch. Und sicher denken Sie, dass dies gerade in Ihrer Situation vielleicht hilfreich aber doch irgendwie utopisch ist. Dabei ist es mit den richtigen Strategien gar nicht so schwer, Ballast abzuwerfen und sich auf das Wesentliches zu konzentrieren, sei es im beruflichen als auch im privaten Leben. Und wer wünscht sie sich nicht, die ausgeglichene Work-Life-Balance, die uns Spaß und Erfolg im Berufleben und genügend Zeit, Kraft und Energie für Freunde, Familie und eigene Wünsche haben lässt. Um den verschiedenen Anforderungen kompetent gewachsen zu sein, benötigen Sie ein funktionierendes emotionales Selbstmanagement, jede Menge mentale Fitness, Ausgeglichenheit, innere Ruhe und Gemütlichkeit.

Jeder Mensch hat Gefühle – und das ist gut so

Gefühle bestimmen unser ganzes Leben. Tag für Tag finden sich Momente, in denen wir uns freuen, uns sorgen, in denen wir wütend oder verzweifelt, stolz oder auch traurig sind. Und all diese Gefühle, egal ob negativ oder positiv, beeinflussen unser Tun, in dem sie Einfluss haben auf die Einstellung, mit der wir an gestellte Aufgaben herangehen. Häufig nehmen wir unsere Gefühle gar nicht bewusst war. Doch das wäre durchaus sinnvoll, denn Gefühle sollten als Signale ernst genommen und als Handlungsbegleiter beachtet werden. Insbesondere die negativen Gefühle, die uns blockieren und uns zaudern lassen vor schwierigen Aufgaben, die uns hemmen, uns den verschiedenen Herausforderungen zu stellen. Deshalb ist es so wichtig, Einfluss auf unsere Gefühle nehmen zu können und so und Denken, Fühlen und Handeln unabhängiger von äußeren Einflüssen zu machen.

Sich seiner Gefühle bewusst zu werden, zu beobachten, in welchen Situationen welches Gefühl aufkommt, und sich aktiv mit seinen Gefühlen auseinanderzusetzen, ist ein wesentlicher Teil des emotionalen Selbstmanagements. Beginnen können Sie zum Beispiel mit der Übung „Meine Emotions-Uhr“, in der es darum geht, regelmäßig am Tag in sich zu horchen und zu schauen, wie Sie sich jetzt gerade fühlen.

Emotionales Selbstmanagement – mehr Gelassenheit für beruflichen Erfolg

Sie kennen das: die Anforderungen im Beruf unter permanentem Zeitdruck, die Ansprüche der Familie und Freunde und die eigenen Interessen – all das unter einen Hut zu bekommen, das bringt selbst die ausgeglichensten Menschen manchmal an den Rand ihrer Kräfte. Dazu kommen die emotionalen Belastungen, das mulmige Gefühl im Magen vor unangenehmen Gesprächen mit Vorgesetzten, Kollegen oder Kunden oder die Emotionen, die in uns aufkommen, wenn Kollegen tuschelnd zusammen stehen und uns nur ganz kurz „schräg“ anschauen. Die daraufhin einsetzende Denkmaschinerie beeinflusst maßgeblich unser nachfolgendes Handeln. Ebenso wirkt sich die Angst vor Fehlern oft negativ auf unsere Arbeitsleistung aus. Diese Angst vor Fehlern kann entweder durch einen strengen Chef ausgelöst werden, der jeden Fehler lautstark und wenig sensibel aufs Tableau bringt, oder auch durch den eigenen übertriebenen Perfektionismus, der die betroffene Person ständig unzufrieden mit der eigenen Leistung sein lässt, den Arbeitsdruck enorm erhöht und so unnötige Energien verschlingt.

Selbstbewusstes Handeln setzt voraus, dass wir uns unserer Fähigkeiten und Fertigkeiten, unserer Stärken und auch Schwächen bewusst sind und das wir das in uns liegende Potential kompetent und effektiv ausschöpfen können –  unabhängiger von äußeren Einflüssen. Selbstsicher und kompetent zu sein, und sich auch in emotional schwierigen und hektischen Situationen nicht aus Ruhe bringen zu lassen, ermöglicht ein viel gelasseneres, entspannteres Arbeiten. Dazu gehören übrigens auch immer Situationen, in denen Sie Fehler machen, nicht weiter kommen, Hilfe benötigen. Und natürlich kann auch mal ordentlich geflucht werden. Aber wie Henry Ford bereits vor hundert Jahren sagte:

Suche nicht nach Fehlern – suche nach Lösungen! (Henry Ford)

Gemütlichkeit – dieses Wort, das der Bär Balu im Dschungelbuch nutzt, das erweckt in uns häufig Assoziationen zu Langsamkeit, vielleicht sogar ein wenig Faulheit. Das Wort Gelassenheit passt daher vielleicht besser. Aber wie auch immer, wir es benennen möchten, wichtig ist: mit Ruhe und Gelassenheit und mit dem Blick auf eine praktikable Lösung kommen Sie ans Ziel, ohne dabei an die Grenzen Ihrer Belastbarkeit gehen zu müssen. Ziel ist dabei nicht, keine Gefühle zu haben, oder zu versuchen, die eigenen Emotionen auszuschalten, sondern vielmehr die jeweilige Situation angemessen einzuordnen und dann angemessen zu reagieren – einfach mal die eigenen Denk- und Handlungsmuster kritisch zu hinterfragen und vielleicht nach neuen Strategien des Umgangs mit schwierigen Herausforderungen zu suchen.

Suchen Sie sich Unterstützung

Das Auffinden der eigenen emotionalen Denk- und Handlungsmuster, die das eigene Tun so maßgeblich mitbestimmen, ist häufig ein steiniger Prozess. Daher ist es ratsam, die Hilfe eines gut ausgebildeten Coaches in Anspruch zu nehmen. Ziel eines Coachings zum emotionalen Selbstmanagement  ist es, die innere Balance wieder zu gewinnen, Ressourcen für eine ausreichende Stresstoleranz anzulegen und das eigene Selbstwertgefühl kräftig und widerstandsfähig zu machen.

Bildquelle: © Optimusius1 | pixabay.com


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2018-08-22T21:12:13+00:00Von |

Über den Autor:

Annett Leisau, Diplom-Sozialpädagogin, vermittelt Unternehmern als Coach und Trainerin fachliche, methodische und soziale Kompetenzen in den Bereichen Konflikt-, Selbst- und Zeitmanagement, Kommunikation und Rhetorik. Als Dozentin informiert sie elementarpädagogische Fachkräfte über Alltagsintegrierte Sprachbildung, Besonderheiten im Mehrspracherwerb und im Bereich Interkultureller Pädagogik.
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